Jagd Sologne Februar 2014

Seit über 2 Jahren nicht mehr Tontauben geübt, weil es deprimierend war. Ich traf nie – also kann ich genauso gut sein lassen. Am 25. Januar 2012 waren wir zum letzten Mal in Frankreich auf Niederwildjagd. Meine Schussleistung damals war 1:10, für mein Verhältnis sau gut!

Nach 2 Jahre Pause sind wir am 7. Februar 2014 wieder nach Frankreich zur Jagd, mein Ziel war 1:8, auf keinem Fall schlechter als 1:10 zu sein.

Ein schöner sonniger Tag, aber sehr windig und kalt. Normalerweise ist in Sologne immer wärmer als bei uns, aber durch den starken Wind, fühlte es sich so kalt an, dass wir unseren dicksten Jagdmantel (eigentlich für die Reise aber nicht für die Jagd gedacht) anziehen mussten. Ich kam mir vor wie ein Michelin-Pneu, kugelrund und gut eingepackt, in diesem Tenue wie sollte man überhaupt noch schiessen können? Mein Ziel war sehr bescheiden, mindestens 1 Retrieve für meinen armen Sami. Man riet mir, genügend vorzuhalten – ha ha ha, guter Witz! Bei all der Theorie und Tipps die man mir jeweils riet, genügend vorhalten und nachzufahren bla bla bla, will mein Hirn nie kapieren.

42 Jäger wurden in zwei Gruppen A und B aufgeteilt. Innerhalb der Gruppe wiederum in 2 Gruppen aufgeteilt, die Hälfte treibt die Vögeln den anderen zu, die andere Hälfte bleibt stehen, danach wurde gewechselt.

In der ersten Runde mussten wir treiben. Erst nach dem 8. Schuss habe ich endlich meinen ersten Vogel, ein Rothuhn, apportierte durch Olorun, armer Samurai ging leer aus. Ich habe meine Tagesration erreicht und war mit mir zufrieden. 1:8 besser als vor 2 Jahren, was will man noch mehr?

In der zweiten Runde durften wir stehen, also übergab ich den Sami den Daniel, damit Sami zum Apportieren kam, denn bei mir wäre er bestimmt wieder arbeitslos, bei diesem Wind sowieso. Dafür hatte ich Yanac angeleint und Olorun frei sitzend zu mir genommen. Aber gegen Ende hatte ich auf einmal 3 Hunde. Sami apportierte mir statt dem Daniel.

Ein einzelnes Rothuhn flog in meiner Richtung – Daniel und andere schrien „Christine, dein Vogel“. Mit einem einzigen Schuss fiel das Rothuhn runter – wow, ich war selbst überrascht. Naja, Anfängerglück. Doch nach dem Rebhuhn und weitere Fasane jeweils mit nur einem Schuss, wurde ich selbstbewusster und habe vorgenommen, so weiter nach dem Bauchgefühl zu schiessen. Ich war so stolz auf mich. Für mein Verhältnis eine super Leistung von 1:2

6 x jeweils mit einem Schuss, 2x mit je 2 Schüsse und 3 x nicht getroffen – also 16 Schüsse für 1 Rothuhn und 7 Fasane.

Am Nachmittag mussten wir erneut treiben. Während dem Treiben mein letzter Vogel, ein Königsfasan, wiederum mit einem Schuss. Leider kamen wir (ich und andere Kollegen) in der 4. Runde wo wir stehen durften, nicht zum Schuss, und alle unsere Hunde mussten während der ganzen Zeit ohne Retrieve warten. So ist die Jagd.

Die Strecke am Abend war über 400, Durchschnitt Schiessstatistik war 4,17 – und ich hatte für 10 Vögel 27 Schüsse gebraucht, eine Leistung von 2,7.
Es wird bestimmt das erste und einzige Mal sein! Ich kann immer noch selbst nicht fassen, und unsere Freunde auch nicht.

Zum Stöbern haben wir nur Olorun und Samurai gelassen. Leider ist Yanac schwerhörig fast taub geworden, kurzsichtig ist sie auch geworden, so dass sie erst gegen Schluss frei durfte. Balia musste während der Jagd im Auto bleiben, dafür durfte sie bei der Strecke herumspazieren. Es wird ihr allerletzter Jagd sein, wo sie uns begleiten durfte.

Photos hier

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